Q&A – Alles über meine Pläne!

Hier findest du alle Antworten auf deine Fragen! Falls nicht, sende mir jederzeit eine Nachricht!

Wie denn nicht? Ich bin ja Unionsbürgerin und die Abgeordneten im EU-Parlament vertreten kein Land, sondern die Unionsbürger_innen. Es gibt im EU-Parlament gar keine Länderfraktionen. Ich werde für die NEOS kandidieren, und die gehören wiederum zur Fraktion der ALDE, der Allianz der liberalen Demokraten Europas – übrigens ist da auch die Partei „LaRem“ dabei, die vom französischen Präsidenten Macron gegründet wurde.

Haben sie das wirklich gesagt? Dann haben sie das Prinzip der Subsidiarität nicht verstanden und sollten sich lieber für den österreichischen Nationalrat bewerben. Die EU regelt jene Belange, die sich auf nationaler Ebene nicht regeln lassen. Österreich kann beispielsweise allein keinen europäischen Binnenmarkt betreiben, keine europaweiten Standards ausschreiben, europaweite Roaminggebühren abschaffen oder die Sicherheit der europäischen Außengrenzen garantieren. Dafür ist das EU-Parlament da.
Ich vertrete die Österreicher_innen, weil sie Unionsbürger_innen sind. Meine ganze Kraft werde ich einsetzen, um die EU zu einem besseren, demokratischeren Platz für alle Unionsbürger_innen zu machen.

Ich bin in Georgien geboren, in Ungarn und Deutschland aufgewachsen, und seit mehreren Jahren lebe ich in Österreich. Ich fühle mich als Europäerin und möchte dafür kämpfen, dass jene, die das möchten, so bald wie möglich einen europäischen Reisepass bekommen. Wir Europäer haben eine reiche, gemeinsame Geschichte, sind uns kulturell sehr nahe und bei aller Verschiedenheit stolz auf die großartigste Friedensperiode aller Zeiten in Europa.
Ich habe seit 2008 die deutsche Staatsbürgerschaft, aber eigentlich bin ich einfach Europäerin.

Ich bin Wienerin, mit Leib und Seele. Hier habe ich studiert und hier habe ich wunderbare Menschen kennengelernt. Aber seit zwei Jahren toure ich darüber hinaus als Europa-Aktivistin durch ganz Österreich – von Schladming über Bregenz bis Purgstall an der Erlauf. Im Dirndl mit Europaflagge konnte man mich in ganz Österreich antreffen. Kannst du dir hier anschauen!

Das hat sehr persönliche Gründe. Ich war 2008 mit meiner Familie zu Besuch in Georgien. Damals war ich ein unbeschwertes junges Mädchen, mit einer großen Fangemeinde, hatte eine eigene Band, eine tolle Familie, verdiente mein eigenes Geld und schupfte nebenbei erfolgreich die Schule.
Und dann: Plötzlich waren wir in Georgien mitten im Krieg. Wir fuhren im Auto, links und rechts krachten Granaten, schlugen Bomben ein, mein kleiner Bruder klammerte sich auf der Rückbank des Autos an mich, weinte und wir alle hatten Todesangst.
Da begriff ich, dass ich eine Aufgabe hatte: Europa, das Friedensprojekt, wurde für mich zum großen Ziel. In diesen Stunden der Angst war für mich klar, dass meine Aufgabe hieß: für Europa kämpfen.

Ich selbst habe Krieg erlebt. In Georgien 2008. Bomben- und Granatenhagel, Todesangst, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Meine Generation muss sich klar machen, dass Nationalismus und das Auseinanderdividieren von Nationen in Europa den Frieden gefährden. Wir dürfen das nicht zulassen und müssen aktiv dagegen vorgehen: Mehr Erasmus, vielleicht sogar ein europäischer Zivildienst, mehr Möglichkeiten zum Reisen und für den Austausch von jungen Menschen. Ich selbst war jahrelang aktiv, um Gratis-Interrail für junge Menschen durchzusetzen, habe an einem Buch mitgeschrieben und in Jugendforen dafür geworben. Und es hat geklappt! #FreeInterrail
Eine sichere, starke, schützende und offene EU ist die Zukunft der jungen Menschen. Ich habe dafür gekämpft und werde das mit aller Kraft auch weiterhin tun.

Das geht nur, wenn sich die jungen Menschen Europas einen Ruck geben und anpacken. Wir können viel mehr tun. Wir sind mit offenen Grenzen aufgewachsen, zahlen kein Roaming beim Reisen, genießen Erasmus, unsere Diplome werden in der ganzen EU anerkannt, wir dürfen studieren wo wir wollen, können in jedem Land arbeiten.
Aber wenn wir das bewahren wollen und alle diese Vorteile auch für jene eröffnen möchten, die noch nicht dabei sind (vor allem junge Menschen, die früh ins Arbeitsleben einsteigen), dann dürfen wir nicht zuschauen.
Ich möchte euch mitreißen, euch, die junge und jüngste Generation. Mit mir geht eine neue Generation nach Brüssel!

Naja, privilegiert. Mir wurde nichts geschenkt: Meine Familie ist aus einem Kriegsgebiet geflüchtet, erst nach Ungarn, dann nach Deutschland, ich musste neben Georgisch erstmal Ungarisch und dann Deutsch lernen, meine Eltern haben hart gearbeitet. Während fünf Jahren habe ich täglich die Schule besucht, dann bin ich zum Dreh, musste Hausaufgaben dazwischen erledigen und kam oft erst spät abends nach Hause. Da brauchst du ordentlich Nerven (und eine Super-Mama!), um das hinzukriegen, denn für mich war klar, dass ich auf meine Matura nicht verzichten werde.
Und jetzt? Nein, ich verdiene mir keine Goldkronen als Europa-Aktivistin ☺ – macht mir auch nichts, denn mir geht es um die Sache.

War gar nicht so einfach. Ich war natürlich schon sehr stolz, dass man mich überall erkannt hat, die Jungs und Mädchen auf mich zustürzten, um Autogramme zu bekommen oder mich zu fragen, wie das als Layla so ist… und ich musste ja wirklich unglaubliche Szenen spielen – Layla war gemäß Drehbuch irgendwann an multipler Sklerose erkrankt und es ist nicht so einfach, sich als Jugendliche mit Menschen zu beschäftigen, die an MS erkrankt sind.
Aber irgendwann war mir klar, dass mein Entschluss, den ich damals im Granatenhagel in Georgien gefasst hatte, wichtiger war. Ich musste handeln. So beschloss ich, einen Filmvertrag auszuschlagen, ich machte mich nach Wien auf, um Politikwissenschaft zu studieren und die Glamour-Welt von Film- und Fernsehen hinter mir zu lassen.
So kam ich zur Ruhe.
Ich wurde Europa-Aktivistin, engagierte mich bei der Schwarzkopf-Stiftung für Europa, kämpfte für Gratis-Interrail für Junge, brachte Pulse of Europe nach Wien und beschäftigte mich schon länger ernsthaft mit dem Gedanken, mich als Abgeordnete für das EU-Parlament zu bewerben.

Ich möchte meine Arbeit im EU-Parlament auf drei Säulen stützen: Sicherheit, Unionsbürgertum, Kerneuropa. Unter Sicherheit verstehe ich eine gemeinsame, vom Einstimmigkeitszwang befreite Außenpolitik, eine europäische Sicherheitsdoktrin mit einer europäischen Armee zur Friedenssicherung und einen klar definierten Schutz der Außengrenzen mit einer europäischen Migrationspolitik.
Die Schritte zum Unionsbürgertum sind eigentlich gar nicht so schwierig. Aber sie wären sehr wichtig, um es den Menschen Europas zu erleichtern, ihre europäische Identität zu spüren. Unionsbürger_innen müssen in die Erarbeitung einer europäischen Verfassung in Form von Bürgerkomitees eingebunden werden und ihre Vertretung, das EU-Parlament, muss die uneingeschränkte Vertretung des europäischen Souveräns, nämlich der Unionsbürger_innen werden. Ein europäischer Reisepass ist der erste  Schritt in diese Richtung.
Und meine dritte Säule ist Kerneuropa. Es muss möglich sein, dass Mitgliedsländer sich dazu bereit finden, eine engere Union zu bilden und den Staaten, die noch nicht dazu bereit sind, mehr Zeit zu geben. Mit dem Euro haben wir dafür ja einen Präzedenzfall.

Es gibt zwei Dinge, die mich zu NEOS bringen, Personen und Programm. Erstens die Personen: Beate Meinl-Reisinger reißt mich jedes Mal vom Stockerl, wenn ich eine Rede von ihr erlebe. Sie kann eigentlich alles: Sie setzt die richtigen Themen, kann mitreißend reden und hat auch eine starke Autorität, um eine schlagkräftige Politik umzusetzen, die bei den Bürger_innen ankommt. Sie ist so europäisch wie ich, und das heißt wirklich was.
Und dann natürlich das Programm! Es gibt in Österreich keine andere so pro-europäisch ausgerichtete Partei, die mit soviel Herzblut für die europäische Sache kämpft – eigentlich ist sie die einzige. Da bin ich natürlich zu 100 Prozent dabei, ohne Wenn und Aber.

Eindeutig definiert? Also für mich als Millenial ist links und rechts eigentlich kein Kriterium. Ich gehe davon aus, dass Menschen miteinander ausmachen müssen, wie es weitergehen soll – Klimawandel, Entwicklung, Ressourcen, Chancen. Das sind doch keine Links-/Rechtsthemen, sondern elementare Fragen, denen sich die globale Menschheit stellen muss. Ich bin da sehr praktisch ausgerichtet: Je mehr Bürgerbeteiligung wir haben, desto mehr verschwinden die ideologischen Schranken. Denn sind diese einmal weg, kommen die Leute recht schnell und gemeinsam zu guten Ergebnissen. Die  Politik braucht einfach nur die richtigen institutionellen Rahmenbedingungen zu schaffen, in Europa beispielsweise grenzübergreifende Bürgerkomitees, weniger Barrieren für Bürgerbegehren und Petitionen, usw. Und vor allem einmal ein echtes, junges Parlament. Altersdurchschnitt 55? Das kann’s doch nicht sein. Das jüngste Mitglied 29? Das will ich ändern. Bin 26 ☺.

Da läuft einiges falsch. Wir sehen in Polen oder Ungarn, wie wichtig die unverrückbaren rechtsstaatlichen Grundsätze der Europäischen Union sind. Wo an der Unabhängigkeit von Gerichten gerüttelt wirdwo mit der Verschiebung von Wahlbezirken Mehrheiten für Regierungen erschlichen werden und die Medien nach der Reihe mit Zwang oder wirtschaftlicher Erpressung an Freunde und Verwandte von politischen Machthabern verscherbelt werden, geht letztlich das demokratische Grundverständnis verloren. Ganz schnell keimt Ausländerhass, Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung auf.
Diese Alarmzeichen einer undemokratischen, national bestimmten und ausgrenzenden Politik müssen uns aufrütteln und uns veranlassen, gegenzusteuern, um die Eskalation zu verhindern.

Nein. Oder doch? ☺Da ich für NEOS kandidiere, gilt für mich – und das finde ich großartig – auch die Begrenzung auf maximal zwei Mandate. Sollte ich gewählt (und wiedergewählt) werden, wäre ich maximal 10 Jahre dabei. Ich meine, das reicht, um Pläne umzusetzen und mit aller Kraft an meinen Visionen zu arbeiten.
Kann sein, dass ich danach weiter für Europa arbeiten möchte, ob als Politikerin oder nicht, schauen wir einfach.

NEOS ist mir schon vor ein paar Jahren aufgefallen durch „die Liebesbeziehung mit Europa“. Nun, das gilt für mich auch, meine Beziehung zu Europa ist emotional. Ich kann gar nicht anders. Seit dem Trauma, als wir durch den Granatenhagel in Georgien mussten, war mir klar, dass ich mit allen Fasern an eine Europäische Union glaube, die wir stärken, verbessern und gegebenenfalls „neu gründen“ müssen. NEOS und ich, wir gehören da einfach zusammen.
Ich hoffe, ihr seht das auch so.

Wie denn sonst? Mit Paragrafen, Institutionen und Statistiken? Sicher nicht. Menschen beflaggen ihre Häuser mit Nationalflaggen, singen inbrünstig (mit oder ohne Töchter ☺) die Hymne, begeistern sich für ihre Fußballmannschaft (tja, vor allem wenn sie aus Frauen besteht, die bei der Europameisterschaft vorne mithalten!) und sind stolz auf die Söhne und Töchter, die Großes geleistet haben.
Für mich ist das genauso. Ich hänge mir die Europaflagge um, wenn ich Veranstaltungen mit Bürger_innen besuche, ich denke an alle wunderbaren Dinge, die in Europa entstanden sind – von der Musik über die Malerei, die Erklärung der Menschenrechte, bis zur längsten Friedensepoche, die es auf diesem Kontinent und vielleicht sogar weltweit jemals gegeben hat.
Da soll man nicht stolz darauf sein, zu einer Union zu gehören, deren Fjorde, Strände, Alpen, mittelalterliche Städte, Kulturdenkmäler und Lebensqualität von Menschen aus aller Welt staunend besucht werden?
Ich liebe Europa. Ich kann gar nicht anders.

Sehr gute Frage. Jung und noch dazu Frau… ist mir schon passiert, dass mich einer dieser altgedienten Herren auf einem Podium als „blauäugige Europäerin“ bezeichnet hat (ich war die einzige Frau im männlichen Podium, passiert ja leider öfter). Ich bin darauf gar nicht eingegangen, sondern habe mich bei meiner nächsten Wortmeldung einfach an die im Saal anwesenden Bürger_innen gewendet und sie aufgefordert (es waren viele junge Leute dabei) die Sache in die Hand zu nehmen und einfach selbst dafür zu sorgen, dass in Europa was weitergeht. Ich wurde mit starkem Beifall belohnt. Nachher kamen junge Leute zu mir und wollten mit mir reden und Selfies machen – und dann sagte mir eine junge Frau (übrigens eine grüne Aktivistin), „ich möchte so werden wie du“. Das gab mir Kraft für gleich mehrere Wochen! Und ich möchte, dass viele, viele junge Menschen mir nacheifern und „naiv“ ein neues Europa erschaffen

Migranten sind alle, die an einen anderen Ort ziehen, mit der Absicht, dort zu bleiben. Also zum Beispiel von Vorarlberg nach Wien oder von Deutschland nach Österreich. Ja, ich bin Migrantin, da ich von woanders komme mit der Absicht, hier zu bleiben. Ich glaube, dass Migration immer schon etwas Positives hatte. Das gilt für die Auswanderer von Tirol oder dem Burgenland nach Amerika ebenso wie für die Luxemburger, die vor achthundert Jahren nach Siebenbürgen migrierten.
Da aber Migration ein weltweites Phänomen ist und oft durch Klima, Armut, Verfolgung und Krieg ausgelöst wird, müssen wir auch weltweite Standards einführen.
In der EU brauchen wir ebenfalls klare Regeln: Innerhalb der EU haben wir völlige Reise- und Niederlassungsfreiheit, und die darf niemals eingeschränkt werden. Für Menschen von außerhalb der EU müssen wir berücksichtigen, dass die EU-Zuwanderung braucht, weil sich sonst in 100 Jahren ganze Landstriche oder sogar Städte leeren. Das ist eine Gemeinschaftsaufgabe und derzeit verhindern leider nationale Egoismen eine sinnvolle gemeinschaftliche Politik.

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